Tauerngold - Blick auf Hohetauern von Bergbaugebäude

Im Bereich Rauris-Kolm Saigurn begann Ende des 13. Jahrhunderts die Blüte des Goldbergbau und der Suche nach Tauerngold. In dieser Zeit wurde im Tal ein Zehntel des Weltvorkommens an Gold abgebaut und verhüttet. Die Reportage begibt sich auf eine Suche nach Spuren des Tauerngolds.

Nationalpark

Der Nationalpark um den zentralalpinen Hauptkamm der Ostalpen bildet ist der größte Nationalpark Österreichs und der Alpen. Die Landschaft um den Großglockner zeichnen besonders die ausgedehnten Gletscherfelder mit ausgedehnten Murenkegeln und Talschlüssen aus. Außerdem sind ausgedehnte Grasheiden und Wälder charakteristisch für diesen Nationalpark.
Diese Charakterzüge zeigen sich besonders im Eingang zum Nationalpark Hohe Tauern in Kolm Saigurn. Das Tal unweit von Rauris wird eingefasst von mit Gras bedeckten Berghängen, Wasserfällen und fruchtbaren Wiesen am Fuß der Gipfel des alpinen Hauptkammes der Ostalpen.

Tauerngold - alpiner Bergbau

Längst vergangen ist der Bergbau im hochalpinen Gelände, doch was bleibt sind deutliche Marken im Gelände unweit des alten Rad-Hause der Goldmine im Gebirge unweit von Rauris. Weitläufige Schutthalden zeugen vom Goldrausch auf das Tauerngold und sind stille Zeugen der harten Arbeit vom Kumpel und Steiger in den Minen vom Kolm-Saigurn.
In Kolm-Saigurn erzählen archäologische Funde von der frühen Bergbaugeschichte. Bereits vor 4000 Jahren haben unsere Vorfahren mit einfachen Werkzeugen Erze aus Minen gefördert und zu Edelmetall verarbeitet.  

Sonnenstern in den Bergen Hohetauern

Die Gemeinde Rauris informiert interessierte Besucher mit Schautafeln und einem ausgeschilderten Wanderweg über das Tauerngold und die bewegte Vergangenheit im Schatten von 3000er und Gletschern.

Die Berghütte liegt auf 2175m Seehöhe inmitten der historischen Goldbergbaustätte und bietet einen bewirtschaften Stützpunkt für hochalpine Berg- und Skitouren im Nationalpark Hohe Tauern.
Historisch geht die Geschichte des Berghauses bis in das Jahr 1420 zurück. Im Rahmen eines neuen Bauabschnittes zur Förderung des Tauerngoldes wurde die heutige Hütte als Unterkunft für Knappen errichtet. Im Zuge von Umbauarbeiten und Modernisierungen wurde mit Hilfe des Naturfreunde Vereins die Hütte im Jahr 1995 neu errichtet.  
Der Zustieg zur Hütte führt Wanderer und Bergsteiger vorbei am Barbarawasserfall mit weitem Blick über die Bergrücken des alpinen Hauptkammes. Nach einer ausgeschilderten Gehzeit von etwa zwei Stunden erreichen die Bergfreunde die ganztätig bewirtschaftete Hütte, die hier keine kulinarischen Wünsche offen lässt.   

Naturfreundehütte Komm Seigern Neubauhütte
Naturfreundehütte Kolm Saigurn
Hütte auf Bergrücken Hohetauern

Lebensraum Alpen

Die grünen Wiesen rund um die 3000ern der Hohen Tauern bietet nicht nur seit Jahrhunderten Lebensraum und Lebensgrundlage für Menschen, die mit Können und Geduld die Hochebenen bewirtschaften.
Der heutige Nationalpark Hohe Tauern bietet weite Weideflächen für Pferde, Rinder und Schafe. Deutlich wird hier die artgerechte Haltung der Tiere. Jungtiere teilen sich die Weidegründe mit erwachsenen Tieren. Junge Rinder werden in Mutterkuhhaltung aufgezogen und die verantwortlichen Landwirte verzichten auf chemische Futtermittel oder Hochleistungsrassen in der Milchviehhaltung.

Bergschaf auf Bergwiese Tauerngold

Nicht zuletzt setzten die Landwirte bei der Bewirtschaftung auf bewährte und historisch verankerte Rassen, die sich über Jahrhunderte an das hochalpine Klima auf über 2000m Seehöhe gewöhnt haben.  

Bergpanorama Hohetauern - Tauerngold