Fuji X-Pro 2

Seit knapp sechs Monaten nutze ich die aus dem Hause Fujifilm stammende Kamera „Fuji X-Pro 2“ als Travelkamera für Reportagen, Bergtouren und private Veranstaltungen.  Im folgenden Beitrag beschreibe ich meine Erfahrungen. Der Bericht verzichtet an dieser Stelle auf technische Messwerte und Statistiken. Vielmehr soll der Beitrag anregen, sich mit der Kamera zu befassen.

Jeder, der mehr über die technischen Daten der Fuji X-Pro 2 erfahren will, kann diese auf der verlinkten Seite des Herstellers nachlesen und mit anderen Modellen vergleichen.

Logo Fujifilm

Design und Funktionalität

Besonders reizvoll war für mich das schlichte Design der Kamera. Spötter sprechen hier oft von einer „Hipster-Kamera“, da das Design alte Kameraformen aus analoger Zeit aufnimmt. Dennoch spricht das Design für diese Kamera. Als Fotograf fällt man weniger mit dieser Kamera auf und Beobachter bemerken diese nicht sofort.

Weiter zeichnet die Kamera eine brillante Bildqualität, ein kleines Packmaß und vergleichsweiße leichtes Gewicht aus. Die Fuji X-Pro 2 vereint hochwertige Verarbeitung mit innovativer Technik, die dem Stand der Technik entsprechen. 

Objektiv

Ich nutze diese Kamera mit einem 35m f2.0 Objektiv, was auf das Kleinbildformat gerechnet einem 50mm Objektiv entspricht. Diese Brennweite eignet sich besonders für Reportagefotografie, da der Blickwinkel ähnlich dem Sehfeld des menschlichen Auges ist.
Dennoch bleibt für mich als passionierten Bergsteiger und Landschaftsfotograf der Wusch nach einem Weitwinkelobjektiv offen. Die Firma Fujifilm bietet ein starkes 23mm oder ein 18mm Objektiv an. Fremdhersteller wie Samyang überzeugen bei Tests mit ihren 12mm Objektiv, was sich an der X-Pro 2 bestens für Landschafts- und Sternenfotografie eignet.
Derzeit improvosiere ich mit meiner Kamera mit Einzelaufnahmen und füge diese im Anschluss in Lightroom zu einem Panorama zusammen und erhalte so auch eine komplette Ansicht der gewünschten Landschaft.

Fujifilm Filmsimulation

Fujifilm überzeugt mit ihren integrierten Filmsimulationen und spielt so ihre Jahrzehnte lange Erfahrung im Bereich Analogfilm aus und integriert bekannte Entwicklungsvoreinstellungen in ihre Kamera. In Verbindung mit dem integriertem W-Lan lassen sich entwickelte Bilder bequem auf das Smartphone importieren und auf sozialen Netzwerken veröffentlichen.

Fazit und Ausblick

Für mich ist diese Kamera ein Gewinn und motiviert mich mehr zu fotografieren. Die Fuji X-Pro 2 kommt bei mir auf Reisen, Feiern und Autofahrten mit und produziert Bilder, die locker mit bekannten Kameramodellen mithalten können. Ich kann diese Kamera nur empfehlen. Sie bietet durch eine Vielzahl von Objektiven und Zubehör maximale Flexibiliät und wächst mit den Anforderungen des Fotografen.

Am Fuß des Untersberg

Die Straße von Bayerisch Gmain nach Salzburg führt immer am Fuß des Untersberg entlang. Unter Einheimischen wird hier nur vom Leopoldstal gesprochen, es ist Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen am Fuß des Untersberges und dem auf der Salzburger Seite gelegenen Gipfel des Salzburger Hochthrones.

Das stabile Wetter am Vormittag nutze ich spontan für eine Tour und Beispielbilder für diesen Blogpost auf meiner Website. Von der Landstraße aus bin ich einem Bachlauf in Richtung Untersberg gefolgt und fixierte die Klingeralm als grobe Richtung und Ziel. 

Gämse am Untersberg - Fuji X-Pro 2

Von Marmor und Natur

Das Gebiet rund um den Untersberg ist nicht nur bekannt für Mozartkugel, Berchtesgadener Salz und Bier. Der vom Untersberg stammende Marmor ist bei Bildhauern und Architekten weit über die Grenzen bekannt und beliebt. Der Marmor aus den Steinbrüchen ist durch seine rötliche Färbung einzigartig. Das rote Gestein wird in Steinbrüchen übertage gebrochen und in Steinmetzhütten beispielsweise zu Platten für Wand- und Bodenbeläge verarbeitet.

Die Hänge des Untersberges bietet aber mehr als nur rotes Gestein. Der Berg ist Lebensraum für Tiere und Planzen. Bereits auf meinem Weg in Richtung Klingeralm konnte ich in den Schneefeldern Spuren vom Gämsen entdecken und konnte mein Glück kaum fassen, als an der Waldgrenze eine Gämse meinen Blickwinkel querte und ich das Tier fotografieren konnte.

Ebenso charakteristisch für die Berge der Berchtesgadener und Salzburger Gebirgszüge sind die Lärchenwälder. Diese Bäume sind ausgezeichnete Pionierbaumarten und Bergsteiger können Lärchen an der Waldgrenze zum Hochgebirge finden. Besonders farbenfroh geben sich diese Nadelbäume im Herbst mit ihren gelb verfärbten Nadeln. Blickt man über die Hänge der Berge kann man deren Standorte leicht entdecken. Die gelbe Farbe zeichnet sich selbst bei schlechtem und bedeckten Wetter deutlich vom grauen Felsen ab.

Wanderweg Untersberg
Marmor rot am Untersberg

Schnee als Barriere

Mit zunehmender Höhe erwies sich der erste Schnee des Jahres als Barriere am Weg in Richtung Klingeralm und dem Gipfel des Untersberges.

Nachdem die farbigen Markierungen an den Felsen am Wegrand vollkommen vom Schnee bedeckt waren und ich bis zu den Knien im Schnee stand musste ich mich zur Umkehr zwingen. Als Bergsteiger und Fotograf ist Umkehren immer ein schwieriger Punkt. Vor allem, wenn der Gipfel nah ist und man ein lohnendes Motiv vor Augen hat.

Dennoch gilt für mich immer, dass nicht nur der Gipfel zählt sondern, dass ich den Parkplatz gesund erreiche.

Wanderwegmarkierung im Schnee Untersberg
Untersberg Wanderer blick in Bergpanorama
Lärche gelm am Untersberg